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Ortsverband Kronberg im Taunus

Aktuelles

Erweiterung des Frankfurter Flughafens

Die Entscheidung

Bundesverwaltungsgericht verhandelt – Gesamter Ausbau auf dem Prüfstand – Knackpunkt Lärm
Der Betrieb am größten deutschen Flughafen ist seit Eröffnung der neuen Landebahn so umstritten wie nie. Aus Rhein-Main richten sich alle Blicke auf das Bundesverwaltungsgericht, das vom morgigen Dienstag an unter anderem über Belastungen durch Lärm und Nachtflüge beraten will.

Blick über die Landebahn Nord zum Flughafen
Blick über die Landebahn Nord zum Flughafen

Von Christian Ebner (dpa)

Frankfurt/Leipzig. Die Leipziger Richter sind bereits auf einen umfangreichen Prozess vorbereitet: Zwei volle Verhandlungstage haben sie sich freigehalten, um die Planfeststellung für Deutschlands wichtigsten Flughafen zu überprüfen. Der größte Saal im Bundesverwaltungsgericht ist reserviert und wird voraussichtlich dennoch nicht ausreichen. Denn aus Frankfurt und Umgebung setzt sich in dieser Woche ein ganzer Tross aus Anwälten, Politikern, Journalisten und lärmgeplagten Anwohnern Richtung Sachsen in Bewegung. Auf ein Urteil werden sie noch einige Wochen warten müssen, denn dazu wird ein separater Verkündungstermin festgelegt.

Streitpunkt Nachtflüge
Auf dem Tisch der Richter liegt die Planfeststellung des Landes Hessen aus dem Jahr 2007, verantwortet von der CDU-Alleinregierung unter dem damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch. Sie enthält entgegen früherer Absprachen in der Vermittlungsphase (Mediation) die Zahl von durchschnittlich 150 Flügen zwischen 22.00 und 06.00 Uhr, von denen wiederum durchschnittlich 17 in der "Mediationsnacht" zwischen 23.00 und 05.00 Uhr stattfinden dürfen. In erster Instanz hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) Kassel genau diese Nachtflugregelung gekippt und für den besseren Lärmschutz der Bürger "nahe Null" Nachtflüge verlangt. Nur gegen diesen Teil des Urteils hat das Land Revision eingelegt. Die übrigen acht Kläger – Kommunen und Privatleute – wollen hingegen die gesamte Planfeststellung kippen oder zumindest einschränken.

Der Unmut wächst
Der Flughafenbetreiber Fraport, sein wichtigster Kunde Lufthansa und auch das Wiesbadener Verkehrsministerium hatten sich geirrt, als sie meinten, den Kasseler Richterspruch einstweilen ignorieren zu können. Wenige Wochen vor Eröffnung der neuen Landebahn im Oktober 2011 verhängte der VGH bis zur endgültigen Klärung ein vorläufiges Nachtflugverbot zwischen 23.00 und 05.00 Uhr. Lufthansa Cargo musste die bereits fest geplanten Nachtflüge streichen und ihre Umläufe kostspielig umbauen. Den Umsatzverlust bezifferte die Lufthansa-Tochter auf rund 40 Millionen Euro.

Politisch muss Koch-Nachfolger Volker Bouffier (CDU) derzeit hart mit den Lärmfolgen des Flughafenausbaus kämpfen, obwohl nachts derzeit ja sogar noch Ruhe ist. Die stadtnahe Variante der Landebahn, für die bereits ein ganzes Chemiewerk aus dem Weg geräumt werden musste, hat die Bürgerschaft in den neu betroffenen südlichen Stadtteilen Frankfurts sowie in weiten Gebieten bis nach Mainz aufgebracht. Jeden Montag entlädt sich ihre Wut über Lärm und Schmutz in mächtigen Demonstrationen im Flughafenterminal.

Fraport, Lufthansa und Condor hielten jüngst dagegen, indem sie eine Demonstration tausender Ausbaubefürworter auf dem Frankfurter Römerberg organisierten. Die meisten gehörten wohl zu den rund 70 000 Menschen, die dem zentralen deutschen Drehkreuz ihren Job verdanken. Weitere Arbeitsplätze sollen folgen, wenn mit Hilfe der neuen Bahn die Kapazität in den nächsten Jahren auf mehr als 700 000 Flugbewegungen mit an die 90 Millionen Passagiere steigt. Zum Vergleich: 2011 waren es laut Fraport 487.162 Flugbewegungen mit 56,44 Millionen Passagieren.

Bouffier versucht mit viel Geld die absehbaren Folgen für die Menschen im Ballungsraum zu lindern. Land und Fraport würden in den nächsten Jahren 335 Millionen Euro zusätzlich in die Hand nehmen für aktiven und passiven Schallschutz, verspricht der Ministerpräsident. Die Maßnahmen reichen von neuen Anflugmethoden bis hin zum ausgeweiteten Aufkauf von Immobilien in den Einflugschneisen.

Die Opposition im Landtag hält dagegen: Die Schutzmaßnahmen kämen zu spät und mit ihrer Revision kämpfe die Landesregierung für die von den Bürgern abgelehnten Nachtflüge. Während sich die SPD strikt an die verabredete "Mediationsnacht" halten will, legen die Grünen noch zwei Stunden Nachtruhe drauf und verlangen zudem Obergrenzen für Lärm und Flugbewegungen. Im Fall des neuen Berliner Flughafens hat das Bundesverwaltungsgericht die "Kernnacht" zwischen 00.00 und 05.00 Uhr besonders geschützt und auch den Verkehr in den Stunden darum herum stark eingeschränkt.

"Nachtruhe von 22.00 bis 06.00 bleibt die Kernforderung unseres Bündnisses", sagt Bürgerinitiativensprecher Helmut Hahn. "Die Mediation war schon ein ziemlich fauler Kompromiss und nicht mal daran hat sich die Landesregierung gehalten."

Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) will den Vorwurf so nicht stehen lassen. Hessen habe 2007 im Bundesauftrag die Belange der Luftverkehrswirtschaft in Deutschland berücksichtigen müssen und die benötigte nach damaligem Ermessen am zentralen Drehkreuz eine gewisse Zahl an Nachtflügen, die aber deutlich unter den bisherigen Starts und Landungen lag. Bouffier hat angesichts der Proteste gleichwohl versprochen, null Nachtflüge umzusetzen, wenn dies mit dem Urteil aus Leipzig möglich sei.

Üppige Tagesordnung
Die Leipziger Richter haben bereits in Verfahrenshinweisen zu erkennen gegeben, dass sie sich umfassend mit der Problematik beschäftigen werden. "Besonders wichtig" finden sie neben den Nachtflügen die Messmethoden zum Fluglärm, passiven Schallschutz und die Entschädigungsregelungen für Immobilienbesitzer. Es gibt viel zu verhandeln in Leipzig. Ein Ergebnis wagt niemand vorauszusagen. In jedem Fall ist das Urteil, das erst Wochen später verkündet werden wird, ein Schlusspunkt unter eine viele jahrelang andauernde, verbissen geführte Konfrontation.

Artikel in der Taunus Zeitung vom 12. März 2012

Thema Veranstaltungen

Am 21. Oktober öffnete die Landebahn Nord des FRA

Anlässlich einer Besuchertour am 6. Juli 2011 von 17h bis 21h haben die Kronberger Liberalen Einblicke in den größten deutschen Flughafen, dem Flughafen Frankfurt, und seine Erweiterungsbauvorhaben (Landebahn Nord, Terminal 3 usw.) bekommen.

Luftbild vom Frankfurter Flughafen
Luftbild vom Frankfurter Flughafen

Eingeladen von der Fraport als Flughafenbetreiber gab es neben interessanten Informationen zum Flughafen und den Aufgaben und Leistungen des Betreibers auch eine Rundfahrt über das Flughafengelände nebst neuer Landebahn Nord.

Veranstaltungen

Ist der Euro noch zu retten?

Frank Schäffler neben Dr. Jossé und Frau Nouripour
Frank Schäffler neben Dr. Jossé und Frau Nouripour

Die Kronberger FDP hatte am 22.02. Rettungsschirm-Kritiker Frank Schäffler zu Gast.

Zuhörer im Großen Nebensaal
Zuhörer im Großen Nebensaal

Gut 65 Interessierte waren gegen 19h in den Kronberger Hof gekommen, um den Ausführungen von Frank Schäffler zu lauschen und um anschließend mit ihm zu diskutieren.

Thema Finanzen in Kronberg

FDP legt bei der Schuldenbremse nach

Kronberg. Für ihren Vorschlag, eine Schuldenbremse für die Kommune festzuschreiben, bekommt die Kronberger FDP bei der heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vermutlich keine Mehrheit. Das hält die Liberalen indes nicht davon ab, bei den Bürgern für diese Idee zu werben. In ihrem Informationsblatt "Der Kron-Bürger" fahren die Freidemokraten schweres Geschütz auf: "Wäre Kronberg ein Unternehmen, würde es von keiner Bank mehr Geld bekommen. Nur die Tatsache, dass in der von wirtschaftlichen Realitäten befreiten Parallelwelt der Politik einfach Kassenkredite erhöht werden (. . . ), lässt in Kronberg die Lichter nicht ausgehen." Während CDU und SPD für die nächste Woche zur Diskussion "Ist Kronberg pleite?" eingeladen haben, steht für die FDP fest: "Kronberg ist praktisch pleite. Das ist leider keine Frage mehr." Die Antwort der Liberalen: "Kronberg braucht die Schuldenbremse. Ohne drastisches Gegensteuern werden Haushaltsdefizit, Verschuldung und Zinsbelastung nicht mehr tragbar." (öp)

Artikel in der Taunus Zeitung vom 27. Oktober 2011

Thema Mitgliederversammlung

Kronberger Erklärung der FDP

Walther Kiep will mit neuem Programm die Liberalen bundesweit retten

Wenn selbst prominente Liberale sich fragen, ob die FDP noch wählbar ist, läuft etwas gründlich aus dem Ruder. Die "Kronberger Erklärung" von Walther Kiep junior soll eine radikale Kurskorrektur der Bundes-FDP einleiten.

Kronberger Erklärung

Thema Dallesbebauung

Beim Dalleshaus scheint alles im Lot

Stadtrat Odszuck zieht beim Richtfest in Oberhöchstadt eine positive Zwischenbilanz für das Bauprojekt

Dalleshaus kurz vorm Richtfest
Dalleshaus kurz vorm Richtfest

Unser Dalles soll schöner werden. Das Richtfest am Dalleshaus Montagmittag (29.08.2011) markiert einen wichtigen Schritt in Richtung Aufwertung der Oberhöchstädter Mitte.

Thema Koalitionsbildung

Kronberg hat eine große Koalition!

"Wir haben nichts zu verschenken"
CDU und SPD präsentieren gemeinsamen den Koalitionsvertrag, der vom Sparzwang geprägt ist:
Höhere Gebühren, weniger Leistungen, Personalabbau bei der Stadtverwaltung – die schwarz-rote Koalition tritt an, den Kronberger Haushalt zu sanieren.

Thema Haushalt und Finanzen

Wie hoch ist der Schuldenstand der Stadt wirklich?

Pünktlich zur ersten Sitzung nach der Wahl verkündete Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos), dass im Jahr 2011 weitere rund 5,5 Millionen Euro im Haushalt fehlen werden!!!
Zusammen mit dem bereits eingeplanten Defizit in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro beträgt nun die Unterdeckung im Haushaltsjahr 2011 der Stadt weit mehr als zehn Millionen Euro!!!
Alle Fraktionen wollen daher wissen, wie hoch der Stand der Kassen- und der investiven Kredite aktuell ist.
Auch einen aktuellen Stand der vorläufigen Ergebnisse der Jahresabschlüsse 2009 und 2010 erwarten alle. Wann kann mit den endgültigen Jahresabschlüssen für 2009 und 2010 gerechnet werden?
Weiterhin wird Klarheit über das weitere Vorgehen bezüglich der Einführung der Doppik (Doppelte Buchführung) gefordert. Bereits 2009 habe die Stadt die Doppik eingeführt, doch bis jetzt liegen weder Eröffnungsbilanz noch Jahresabschlüsse vor! Ohne diese Angaben kann ein Politiker keine verantwortungsvolle Arbeit für Kronberg leisten!!!

Thema Dalles Ohö.

Spatenstich am Dalles in Ohö!!!

Das Warten hat ein Ende!
Am Montagabend (07.02.2011) ist der erste Spatenstich zum Bau des Multifunktionshauses am Dalles erfolgt. In den kommenden Monaten wird ein Gebäude errichtet, das Platz für Gewerbe und Vereinsaktivitäten bietet. Im Parterre entstehen Ladenflächen, im Obergeschoss vor allem Nutzräume.

Bauschild am Dalles
Bauschild am Dalles

Das Dalles-Projekt wurde unter Beteiligung der Oberhöchstädter selbst in den vergangenen Jahren optimiert und schließlich mit den Stimmen aller Fraktionen beschlossen. CDU und FDP wollten den Baubeginn aus Kostengründen vertagen - SPD, UBG, KfB und Grüne bestanden letztlich auf der umgehenden Errichtung des Neubaus.


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